In einem neuen Forschungsvorhaben des Lehrstuhls für Raumentwicklung, dotiert mit 1 Mio. Dollar, wird der Zusammenhang zwischen Stadtstruktur und Netzwerken der Wissensökonomie untersucht…
Die Städte am Arabischen Golf haben in den letzten Jahren stark an geostrategischer Bedeutung gewonnen. Die Verschiebungen im globalen wirtschaftlichen Gefüge haben die Golfstaaten zu einem Knotenpunkt zwischen Europa und Asien gemacht.
Die internationale Konkurrenz von Städten führt auch hier zu neuen Herausforderungen; Städte müssen ihre Position im Gefüge der globalen Netzwerke halten und ausbauen. Die Wissensökonomie ist dabei vielerorts die entscheidende Kraft für die Raum- und Stadtentwicklung und Doha stehen in den nächsten Jahren wichtige Entscheidungen bevor.
Die wechselseitige Abhängigkeit von gebauter Umwelt und funktionalen Netzwerken steht im Zentrum der Forschung. Die Arbeit baut auf laufende Projekte des Lehrstuhls auf und bietet die Chance in enger Zusammenarbeit mit einer arabischen Universität globale und lokale Einflüsse auf die räumliche Organisation Dohas zu erforschen. Ziel ist es, die wirtschaftliche und soziale Bedeutung von Doha als ein Zentrum der Region zu verstehen, und für die strategische Stadtplanung nutzbar zu machen. Das Forscherteam ist interdisziplinär aus Architekten und Geographen aufgebaut und arbeitet zu Teilen in München und Doha.
Die Laufzeit des Projektes Investigating the Qualities of the Urban Environment in Emerging Regional Metropolis am undefinedLehrstuhl für Raumentwicklung (Prof. Alain Thierstein) ist auf drei Jahre ausgelegt. Das Budget liegt bei knapp über 1 Million Dollar. Am Lehrstuhl werden dazu zwei zusätzliche wissenschaftliche Mitarbeiter eingestellt. Partner ist die Architekturfakultät der Universität Doha unter der Leitung von Prof. Ashraf Salama.
Kontaktpersonen am Lehrstuhl
Alain Thierstein
Sven Conventz
